Malte Schulz ist in unserem Betrieb der Fachmann für den Umgang mit Asbest bei Abbruch-, Sanierung-, oder Instandhaltungsarbeiten. Er ist im Besitz des Sachkundenachweises "Asbest".

Asbest

Asbestzement

Die TRGS (Technische Regel für Gefahrstoffe) enthält besondere Schutzmaßnahmen für den Umgang mit Asbest und asbesthaltigen Gefahrstoffen bei Abbruch, Sanierungs-, oder Instandhaltungsarbeiten (ASI-Arbeiten) und bei der Abfallentsorgung. Sie werden vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung im Bundesblatt (BarbBl) bekannt gegeben.

Nach gegenwärtigen Kenntnisstand sind bei ASI-Arbeiten Spitzenbelastungen durch Asbestfasern (Chrysotil und/oder Amphibolasbest) die Regel. Eine Technische Richtkonzentration (TRK) für diese Arbeiten mit definiertem Bezug auf dem Stand der Technik kann nicht aufgestellt werden. Ausnahmen werden zugelassen , wenn Ermittlungen ergeben haben, dass die Asbestfaserkonzentration am Arbeitsplatz unter 15000 Fasern/m3 liegt.

Gestützt auf die Annahme des ungünstigsten Falles (worst case) werden für ASI-Arbeiten zunächst alle Schutzmaßnahmen nach der Gefahrstoffverordnung gefordert.

Diese Arbeiten dürfen ausschließlich von sachkundigen Personen durchgeführt werden.

Diese Personen haben aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung und Erfahrung ausreichende Kenntnisse im Umgang mit asbesthaltigen Gefahrstoffen und mit den einschlägigen staatlichen Schutzvorschriften, Unfallverhütungsvorschriften, Richtlinien und allgemein anerkannte Regeln der Technik so vertraut sind, dass sie die erforderlichen Schutzmaßnahmen beim Umgang mit asbesthaltigen Gefahrstoffen beurteilen können.

Der Nachweis der Sachkundigen wird erbracht durch die erfolgreiche Teilnahme an einem behördlichen anerkannten Lehrgang über den Umgang mit asbesthaltigen Gefahrstoffen. Dieser Nachweis wird nach bestandener Prüfung erteilt.
Die Produktion von Wellplatten oder ähnlichen asbesthaltigen Stoffen wurde am 1.1.1991 VERBOTEN,
jedoch durften diese Produkte bis zum 31.12.1991 eingebaut werden.
Ab 1.1.1992 wurde auch dies untersagt, somit musste die Industrie ihre Produktion auf asbestfrei Produkte umstellen. Diese Produkte enthalten heutzutage Kunststofffasern, die für uns Verbraucher keine
Gefahr darstellen.

Warum wurden asbesthaltige Stoffe damals mit vorliebe eingebaut?

  • Asbest wurde als Brandschutz, Rohrisolierung, und Dachdeckung verwendet.
  • Asbest ist ein feinfaseriges natürliches vorkommendes silikathaltiges Mineral.

Was bedeutet Asbest?

Der Name Asbest kommt aus dem griechischen, und bedeutet "unvergänglich". Diese Eigenschaft macht das Material so gefährlich.

Warum ist Asbest so gefährlich? Die feinen Fasern setzen sich in der Lunge fest und verbleiben dort.

Die Folge daraus ergibt Asbesttose bis hin zum Lungenkrebs. Das Problem liegt darin, dass diese schweren Krankheiten erst nach längerer Zeit ausbrechen können.

Bei Fasern wird die Konzentration in Fasern/m3 (F/m3) angegeben. Eine Faser hat hier folgende Abmessungen: Länge größer als 5/1000 mm Durchmesser geringer als 3/1000 mm bei einem Verhältnis von Länge zu Durchmesser von größer als 3:1.

Daraus ergibt sich ein Beispiel: Legt man 200 Fasern hintereinander so ergibt dies eine Länge von ca. 1mm.
Die Fasern werden dann frei gesetzt, wenn mit diesem Material gearbeitet wird.
Das heißt, sobald Arbeiten durchgeführt werden, werden automatisch Fasern frei gesetzt. Dies erfolgt durch Schleifen, Bohren, Auswechseln der Wellplatten, reinigen des Daches durch sogenannte Beschichtungsfirmen, die sich einfach über solche Vorschriften hinweg setzen und keine Schutzmaßnahmen treffen, geschweige denn einen sachkundigen Mitarbeiter haben, der die Arbeiten betreut.

Wenden Sie sich unbedingt an einen Fachmann mit entsprechendem Sachkundenachweis!